Zahnpflege für Ihren Hund: Notwendigkeit oder Kommerz?

25. Jan 2024by Peter Bracht

Seit einiger Zeit wird den Zähnen des Hundes und deren Pflege im Januar große Aufmerksamkeit geschenkt. Die Werbespots von Pedigree Dentastix sind überall und es ist sogar ein echter Zahnarzt dabei. Der Voice-Over warnt davor, dass viele Hunde unter Zahnproblemen leiden und dass Dentastix eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung von Problemen spielen kann. Viele Tierärzte bieten daher eine kostenlose Zahnuntersuchung an. Aber funktionieren diese Kausnacks wirklich? Und sind zusätzliche zahnärztliche Kontrollen sinnvoll? Wir besprechen auch, ob Sie Ihrem Hund und Ihrer Katze die Zähne putzen sollten!

Schnauzerhund mit Spülbürste im Maul

Der Nutzen zahnärztlicher Kontrollen

Leider ist es so, dass viele Hunde unter Zahnproblemen leiden, ohne es zu merken. Es ist sinnvoll, die Zähne Ihres Hundes von einem Tierarzt untersuchen zu lassen, insbesondere wenn Ihr Hund längere Zeit nicht gesehen wurde. Hunde, die jährlich für sinnvolle Impfungen zum Tierarzt gehen, werden bei Bedarf gründlich untersucht, auch auf versteckte Mängel wie Zahnprobleme. Es ist wichtig, dass die Zähne sorgfältig untersucht werden, insbesondere auf Zahnstein, entzündetes Zahnfleisch und lockere Zähne.

Szenarien der Zahnpflege

Es gibt drei Szenarien für Hunde und ihre Zahngesundheit:

  1. Der Hund, der jahrelang nicht beim Tierarzt war: Für diesen Hund ist die kostenlose Untersuchung sehr sinnvoll. Viele dieser Hunde haben wahrscheinlich schlechte Zähne, die behandelt werden müssen.
  2. Der Hund, der jährlich (oder häufiger) gesehen wird: Bei diesen Hunden wurden die Zähne wahrscheinlich bereits jährlich untersucht, sodass die Wahrscheinlichkeit von Problemen geringer ist. Bitte beachten Sie, dass die Chance natürlich nie Null ist! Eine gründliche Untersuchung ist eigentlich nur unter Sedierung möglich.
  3. Der Hund mit sichtbaren Problemen: Diese Hunde riechen aus dem Maul, haben Schwierigkeiten beim Fressen und sind aufgrund von Schmerzen oft weniger aktiv. Diese Hunde haben wahrscheinlich große Schmerzen und brauchen so schnell wie möglich Hilfe. Wenn Sie dies als Besitzer bemerken, sind Sie entweder viel zu spät dran oder Ihr Tierarzt hat nicht aufgepasst.

Die Bedeutung vorbeugender Maßnahmen

Ist die kostenlose Untersuchung beim Tierarzt sinnvoll? In vielen Fällen ja! Kontrollen können nicht oft genug durchgeführt werden. Im Rahmen dieser Untersuchung, die auf der Agenda des Tierarztes steht, werden häufig Zahnreinigungen und manchmal Zahnextraktionen empfohlen. Den meisten Tierärzten ist jedoch die Gesundheit Ihres Haustieres wichtiger als ihre eigenen finanziellen Interessen.

Tipps zur Erhaltung gesunder Zähne

Was können Sie als Besitzer tun, um die Zähne Ihres Hundes möglichst lange gesund zu halten? Zunächst einmal helfen Kausnacks, die sie in zwei Bissen essen, wirklich sehr wenig. Wählen Sie Riegel oder Kausnacks, die sie unbedingt kauen müssen, wie z. B. Veggiedent- Kauriegel (eine gute Alternative zu Pedigree Dentastix) oder Renske Chhurpi -Käse-Kauriegel.

Auch spezielle Diäten mit größeren oder gepressten Stücken , die beim Kauen zerbrechen, können helfen. Und hören Sie auf, Rohkost zu füttern. Die Absicht ist gut, doch Besitzern gelingt es oft nicht, mit rohen Zutaten eine ausgewogene Ernährung für den Hund zu schaffen.

Sollten Sie Ihrem Hund die Zähne putzen?

Schließlich ist das Zähneputzen Ihres Hundes unerlässlich. Beginnen Sie damit beim Welpen und machen Sie es sich zur Gewohnheit. Dadurch werden teure Zahnreinigungen und Zahnschmerzen vermieden. Benutzen Sie eine normale (Kinder-)Zahnbürste, um Plaque und Schmutz von den Zähnen und unter dem Zahnfleisch zu entfernen. Mit oder ohne Zahnpasta macht es grundsätzlich keinen Unterschied. Auf regelmäßiges Zähneputzen kommt es an. Hierfür können Sie spezielle Hundezahnpasta mit Fleischgeschmack verwenden. Es erfordert Geduld, ist aber ein wesentlicher Bestandteil einer verantwortungsvollen Tierpflege. Sie können auch eine spezielle Hundezahnbürste verwenden.

Indem Sie früh damit beginnen, gewöhnen Sie Ihren Hund an das Zähneputzen. Wenn Sie in einem späteren Alter damit beginnen, machen Sie es sich zur Gewohnheit und geben Sie Ihrem Hund zum Beispiel nach dem Zähneputzen eine kleine Belohnung .

Ist Zahnpflege auch für Katzen wichtig?

Und warum wird der Katze in diesem Artikel keine Beachtung geschenkt? Sie können „Hund“ durch „Katze“ ersetzen, wo im obigen Abschnitt „Hund“ steht. Und vergessen Sie nicht die Kaninchen und Meerschweinchen. Jedes Mal, wenn die Zähne beim Tierarzt nicht untersucht werden, ist das eine verpasste Gelegenheit. Auch diese Tiere können stark unter ihren Zähnen leiden. Tatsächlich sind viele Gesundheitsprobleme bei Kaninchen (wie Antonie e. Cuniculi) direkt auf Probleme im Maul zurückzuführen.

Abschluss

Ist die jährliche Zahnkontrolle ein kommerzieller Schachzug? Vielleicht teilweise, aber die Bedeutung einer guten Zahnpflege ist unbestreitbar. Zahnpflege ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesundheit Ihres Haustieres. Ob es um regelmäßige Kontrolluntersuchungen, die Auswahl der richtigen Kauprodukte oder das Zähneputzen geht, Ihre Rolle als fürsorglicher Besitzer ist entscheidend. Vergessen Sie also nicht, den Zähnen Ihres Haustiers im Interesse der Gesundheit Ihres Haustieres besondere Aufmerksamkeit zu schenken!